Generelles Ziel aller familienbildenden Angebote ist es, dazu beizutragen, dass sich Kinder und Erwachsene in der Familie entfalten und entwickeln können und ein kinder- und familienfreundliches Umfeld entsteht.

Unter Familienbildung sind Bildungsangebote zu verstehen, die sich an Erwachsene und/oder Kinder richten oder deren Verhältnis zueinander mit einbeziehen.

Die Angebote richten sich prinzipiell an alle Familien und alle Familienmitglieder mit ihren dazugehörigen Netzwerken. Familienbildung setzt an den Interessen und Fähigkeiten der Familien an, wobei sie deren Eigeninitiative nutzt und fördert. Sie soll an den Familienalltag anknüpfen und der Zugang soll niedrigschwellig gehalten werden.

Grundlegende Ziele sind die Förderung der Alltagskompetenz, der Erziehungskompetenz und die Stärkung der Beziehungsqualität der Familien als auch der gesellschaftlichen Teilhabe.

Familienbildung ist Aufgabe der präventiven Kinder- und Jugendhilfe, indem sie frühzeitig und lebensbegleitend Erziehende in der Wahrnehmung ihrer erzieherischen Verantwortung unterstützt und die Ressourcen zur Gestaltung des Familienalltags stärkt sowie junge Menschen auf das Zusammenleben in Partnerschaft und Familie vorbereitet.

Abzugrenzen ist Familienbildung von Angeboten der Unterhaltung und reinen Freizeitaktivitäten einerseits sowie von der klassischen Beratung und der therapeutischen Intervention andererseits. Allerdings ist es ihre Aufgabe, Schnittstellen und Übergänge in andere Formen der sozialen Unterstützung von Familien im jeweiligen sozialräumlichen Umfeld zu schaffen.